Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Kurt Galling

geboren: 8. Januar 1900 Wilhelmshafen
gestorben: 12. Juli 1987 Tübingen
Konfession: evangelisch
Vater: Marine-Ingenieur

Kurt Galling

1917 legte Galling das Abitur und das Hebraicum ab, 1918 begann er das Studium der Theologie in Berlin. Nach kurzem Kriegsdienst in Belgien setzte er das Studium in Berlin und Jena fort. Dort promovierte er zum Lic. theol. mit einer Arbeit zum Alten Testament, 1922 legte er das erste theologische Examen ab. Danach studierte Galling Klassische Archäologie und promovierte 1923 zum Dr. phil. Von 1924 bis 1928 war er Assistent am Institutum Judaicum der Universität Berlin, 1925 habilitierte er sich für das Fach Altes Testament. 1928 wurde Galling Oberassistent am Theologischen Seminar der Universität Halle, hier wurde er 1930 zum außerordentlichen Professor ernannt. Zwischen 1926 und 1938 war Galling mehrfach Grabungsleiter in Palästina. 1939 meldete sich Galling freiwillig zur Wehrmacht und war als Ausbilder für Ballistik eingesetzt. 1940 kehrte er an die Universität zurück, 1943 wurde er erneut zur Wehrmacht eingezogen und war tätig als Hilfszollbetriebsassistent in Trzebinia (Oberschlesien). 1945 von der Universität Halle entlassen, wurde Galling kurze Zeit weiterbeschäftigt in der Bibliothek des Theologischen Seminars. Obwohl er 1946 durch den Antifaschistischen Ausschuss der Stadt Halle für »politisch tragbar« erklärt wurde, gelangte er nicht wieder an die Universität. Daher nahm Galling 1946 einen Ruf nach Mainz an, wo er als Ordinarius für Altes Testament und Palästinische Archäologie wirkte. 1955 folgte er einem Ruf nach Göttingen, ab 1962 war er Professor der Biblischen Archäologie an der Universität Tübingen.

Organisationen: Oktober 1933 Eintritt in die SA, im November 1934 Austritt aus gesundheitlichen Gründen, 1934 Unterführer der Dozentenschaft, Aufnahme in die NSDAP zum 1. Januar 1940 (Mitglied Nr. 8 292 216), NSLB, RLB.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 6465 (Galling); UAHW, Rep. 6, Nr. 1407.

Bild: UAHW

Autor: HE

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