Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Ulrich Gerhardt

geboren: 11. Oktober 1875 Würzburg
gestorben: 8. Juni 1950 Halle
Konfession: evangelisch
Vater: Universitätsprofessor, Arzt

Ulrich Gerhardt

Gerhardt studierte Medizin und Naturwissenschaften an den Universitäten Heidelberg, Berlin und Straßburg. 1898 erhielt er die Approbation als Arzt, 1899 promovierte er an der Universität Berlin zum Dr. med. Von 1901 bis 1903 war er als Assistent im Physiologischen Institut der Universität Breslau, wandte sich jedoch der Zoologie zu. 1903 promovierte er an der Universität Breslau zum Dr. phil. mit der Arbeit: »Morphologische und biologische Studien über die Copulationsorgane der Säugethiere«. Von 1903 bis 1905 war er am Zoologischen Institut der Universität Breslau tätig und habilitierte sich hier 1905. 1911 erhielt er den Professorentitel. Kriegsdienst leistete er als Arzt in Lazaretten und als Bataillonsarzt, 1921 wurde er zum nichtbeamteten Professor ernannt. 1924 erhielt er einen Ruf an die Universität Halle als Ordinarius für vergleichende Anatomie und Physiologie der Haustiere. Zwar wurde er 1945 aus Altersgründen in den Ruhestand versetzt, jedoch 1946 zum Ordinarius und zugleich Direktor des Instituts für Anatomie und Physiologie der Haustiere und Leiter der Tierklinik ernannt. Seit Februar 1945 in die Planungen zur Neugestaltung der Universität nach Kriegsende einbezogen amtierte er von 1946 bis 1948 als Prorektor. 1948 wurde er emeritiert und zugleich mit der Vertretung seines Lehrstuhles und mit Vorlesungen über die Zoologie der Haustiere betraut. Im Mai 1949 erkrankte er schwer.

Organisationen: 1932 für zwei Monate Mitglied der Deutsch-Nationalen Front, 1934 bis 1939 förderndes Mitglied SS, 1934 NSV, 1945 LDP.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 6599 (Gerhardt); UAHW, Rep. 6, Nr. 1407; DBE Bd. 3, S. 644.

Bild: UAHW

Autor: HE

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