Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Wolfgang Gericke

geboren: 28. März 1914 Fürstenwalde
gestorben:22. Oktober 1993 Korbach
Konfession: evangelisch-lutherisch
Vater: Mittelschullehrer

Wolfgang Gericke

Die Reifeprüfung legte Gericke 1932 in Finsterwalde ab, Ergänzungsprüfungen für Hebräisch und Griechisch folgten in Halle. Er studierte Theologie an den Universitäten Halle, Bonn und wieder Halle. 1936 legte er die erste theologische Prüfung ab. 1937 wurde er zum Wehrdienst eingezogen und war bis 1945 Soldat. In einer Nachrichteneinheit eingesetzt, diente er auf vielen Kriegsschauplätzen und wurde mit dem Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse ausgezeichnet. 1939 promovierte er zum Dr. theol. 1940 legte er das zweites theologische Examen ab. 1942 habilitierte er sich mit einer Arbeit zur Kirchengeschichte. Den Auseinandersetzungen in der Theologischen Fakultät geschuldet, wurde er nicht zum Dozenten ernannt. Nach Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft 1945 war er als Hilfsprediger in Hohenmölsen, Grunau, Laucha und Morl tätig. Von 1947 bis 1950 war er Pfarrer in Morl, danach in Finsterwalde. Ab 1946 nahm er einen Lehrauftrag für Kirchengeschichte an der Universität Halle wahr, am 1. Mai 1948 wurde er zum hauptamtlichen Dozenten ernannt. Nach heftigen Auseinandersetzungen in der Theologischen Fakultät sowie wegen gesundheitlicher Probleme und seines Umzugs nach Finsterwalde legte Gericke 1950 seine Dozentur nieder

Organisationen: 1933 bis 1937 SA, 1933 Eintritt in die Deutsche Christliche Studentenvereinigung

Quelle: UAHW, Rep. 11, PA 6605 (Gericke), Verein für Pfarrerinnen und Pfarrer in der Ev. Kirche der Kirchenprovinz Sachsen (Hg.), Pfarrerbuch der Kirchenprovinz Sachsen, Bd. 3, Leipzig 2005.

Bild: UAHW

Autor: HE

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