Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Julius von Gierke

geboren: 5. März 1875 Breslau
gestorben: 2. August 1960 Göttingen
Konfession: evangelisch
Vater: Rechtshistoriker und Sozialreformer Otto von Gierke

Julius von Gierke

Von Gierke besuchte das Gymnasium in seiner Heimatstadt und die Ritterakademie Brandenburg, 1894/95 studierte er Rechtswissenschaften in Heidelberg, 1896/97 in Berlin. Das Referendarsexamen legte er dort 1897 ab, 1898 promovierte er an der Universität Berlin mit der Dissertation »Die Versicherungsanforderung bei Veräußerung der versicherten Sache«. 1901 wurde er in Göttingen für bürgerliches Recht habilitiert, 1904 folgte er einem Ruf auf ein Extraordinariat an der Universität Königsberg. 1908 erhielt von Gierke dort eine ordentliche Professur. 1919 wechselte er nach Halle, 1925 nach Göttingen. 1938 wurde er wegen jüdischer Vorfahren emeritiert. Von Gierke blieb in Göttingen, nach Kriegsendenahm er die Lehrtätigkeit wieder auf. Er hielt bis zu seinem 85. Lebensjahr weiterhin Vorlesungen an der Universität.

Organisationen: Gründungsmitglied der DNVP, später DVP

Quellen: NDB; Szabo Dissertation; BA R 4901/13263

Autor: HE

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