Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Johannes Gloel

geboren: 22. April 1857 Cörbelitz bei Magdeburg
gestorben: 16. Juni 1891 Erlangen
Konfession: evangelisch
Vater: Pastor, Superintendent

Johannes Gloel

Bis zu 12. Lebensjahr wurde Gloel von seinem Vater unterrichtet. Danach besuchte er das Domgymnasium Magdeburg. 1872 trat er in das Pädagogicum Unser Lieben Frauen in Magdeburg ein. 1875 legte er dort die Reifeprüfung ab, anschließend studierte er in Halle Theologie, Philosophie und Geschichte. 1879 bestand er das erste theologische Examen. Die Tätigkeit als Erzieher der Kinder des Grafen Limburg-Stirum in Groß-Peterwitz (Schlesien) ließ Gloel Zeit, sich auf das zweite theologische Examen vorzubereiten, das er 1881 bestand. Er wurde Mitglied des Domkandidatenstifts Berlin, als Stipendiat der Lutherdenkmalstiftung Worms setzte er seine Studien in Berlin fort. 1882 war er mehrere Wochen als Schlossprediger des Fürsten Reuß-Köstritz in Ernstbrunn bei Wien tätig. Die Ordination zum Domhilfsprediger folgte 1882. Von 1883 bis 1884 war Gloel Inspektor am Domkandidatenstift. 1884 trat er die Stelle des Inspektors am Schlesischen Konvikt in Halle an. Eindrücke von einer Reise mit Studenten in die Niederlande legte er 1885 nieder (»Hollands kirchliches Leben«). 1886 promovierte an der Universität Halle zu Lic. theol. mit der Arbeit »Der Geist in seiner Bedeutung für die Heilsverkündigung des Paulus« (gedruckt unter dem Titel »Der Stand im Fleische nach paulinischem Zeugnis«). Zugleich erhielt er die Venia legendi für das Fach Neues Testament. 1888 wurde er als außerordentlicher Professor an die Universität Erlangen berufen. Im selben Jahr erschien seine Studie »Der Heilige Geist in der Heilsverkündung des Paulus«. Gloel beteiligte sich auch an einer Kontroverse um die Echtheit des Galaterbriefes (»Die jüngste Kritik des Galaterbriefes auf ihre Berechtigung geprüft« (1890).

Quellen: UAHW, Rep. 27, Nr. 850; www.bautz.de.

Autor: HE

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