Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Fritz Goebel

geboren: 3. Juni 1888 Bielefeld
gestorben: 1. Septmeber 1950 München
Konfession: evangelisch
Vater: Privatmann in Berlin-Zehlendorf

Fritz Goebel

Goebel besuchte Schulen in Weinheim und Frankfurt am Main, dort legte er 1907 das Abitur ab. Er studierte Medizin in Bonn, Freiburg und München, die Praktika leistete er an Münchner Kliniken und an der Universitätspoliklinik Halle ab. 1913 promovierte er in München zum Dr. med., 1913/14 war Goebel Volontärassistent am Gisela-Kinderspital München, 1914 Volontärassistent am Pathologischen Institut der Charité Berlin. Von 1914 bis 1919 leistete er Kriegsdienst, zunächst als Musketier, später als Arzt bzw. Oberarzt am Festungslazarett Koblenz. 1919 wurde er Assistent an der Universitätskinderklinik Jena und habilitierte sich 1922 für das Fach Kinderheilkunde. 1924 zum nichtbeamteten außerordentlichen Professor ernannt, erhielt Goebel 1925 einen Ruf an die Universität Halle, wo er die Klinik für Kinderheilkunde leitete. 1937 nahm er einen Ruf an die Medizinische Akademie Düsseldorf an, ab 1938 war er zusätzlich ärztlicher Direktor der Städtischen Krankenanstalten. 1944 sagte Goebel als Zeuge der Verteidigung im Prozess gegen den wegen »Wehrkraftzersetzung« angeklagten Hamburger Ordinarius für Kinderheilkunde Rudolf Degkwitz vor dem Volksgerichtshof aus. Nach 1945 war er Rektor der Akademie.

Organisationen: Stahlhelm, später NSDBF.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 6716 (Goebel); UAHW, Rep. 6, Nr. 1407; DBE Bd. 4, S. 49.

Bild: Leopoldina-Archiv

Autor: HE

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