Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Eduard Grafe

geboren: 12. März 1855 Elberfeld
gestorben: 13. Juni 1922 Bonn
Konfession: evangelisch
Vater: Kaufmann

Eduard Grafe

Das Studium der Theologie und Geschichte schloss Grafe 1880 an der Universität Tübingen mit der Promotion zum Dr. phil. ab. Eine erweiterte Fassung der Dissertation erschien 1881 unter dem Titel »Über Veranlassung und Zweck des Römerbriefes«. Er legte die theologischen Examina ab und setzte seine Studien fort. 1884 habilitierte sich Grafe mit der Schrift »Die Paulinische Lehre vom Gesetz« (1884, 2. Auflage 1893) an der Universität Berlin für das Fach Neues Testament. 1886 wurde er als außerordentlicher Professor für Neues Testament an die Universität Halle berufen, 1888 nahm er den Ruf auf ein Ordinariat an die Universität Kiel an. 1890 wechselte er in gleicher Stellung an die Universität Bonn, hier war er 1906/07 Rektor der Universität. Grafe forschte vor allem über das Urchristentum (»Stellung und Bedeutung des Jakobusbriefes in der Entwicklung des Urchristentums«, 1904; »Die neuesten Forschungen über die urchristliche Abendmahlsfeier«, 1895), speziell den Apostel Paulus (»Das Verhältnis der Paulinischen Schriften zur Sapientia Salommonis: Abhandlungen Karl Heinrich Weizsäcker gewidmet«, 1895). 1913 wurde Grafe, der 1910 zum Geheimen Konsistorialrat ernannt worden war, von akademischen Verpflichtungen entbunden.

Quellen: www.bautz.de; Volbehr/Weyl, Kiel, S. 12; Asen, Lehrkörper Berlin, S. 61.

Autor: HE

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