Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Karl Grouven

geboren: 21. Januar 1872 Düren
gestorben: 21. Juni 1936 Bad Nauheim
Konfession: evangelisch-lutherisch, bis 1913 katholisch
Vater: Fabrikant

Karl Grouven

Grouven studierte Medizin in München und Bonn, legte 1895 das Staatsexamen ab und promovierte im selben Jahr zum Dr. med. Zunächst Assistent an der Chirurgischen Klinik der Universität Bonn, wechselte er später zur Hautklinik und habilitierte sich 1900 für das Fach Haut- und Geschlechtskrankheiten. 1910 zum nichtbeamteten außerordentlichen Professor ernannt, erhielt Grouven einen dotierten Lehrauftrag in Halle und wurde Direktor der Universitätspoliklinik für Haut- und Geschlechtskrankheiten. 1911 eröffnete er eine Privatklinik. 1914 zum Reservelazarett Halle eingezogen, war er 1915/16 im Kriegslazarett Lodz und als stellvertretender Corpsarzt des IV. Armeekorps tätig (ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse sowie der Rot-Kreuz-Medaille III. Klasse). 1920 erhielt Grouven ein planmäßiges Extraordinariat, 1921 wurde er zum persönlichen Ordinarius ernannt. Seine Klinik wurde in den Verband der Universitätskliniken überführt, er jedoch 1926 zum Direktor ernannt. Seit 1931 erkrankt, wurde er lange Jahre durch seinen Oberarzt Theodor Grüneberg vertreten. Grouven verstarb während eines Kuraufenthaltes.

Organisationen: Stahlhelm, Alldeutscher Verband, DNVP, NSV. 30 Jahre Mitglied der Loge zu den 3 Degen (VI. Grad) und Angehöriger des Freimaurerordens Friedrich der Große von 1920 bis zur Selbstauflösung des Ordens 1934.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 6954 (Grouven); UAHW, Rep. 6, Nr. 1407; Leopoldina-Archiv MM 3769 (Grouven).

Bild: Leopoldina-Archiv

Autor: HE

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