Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Johann Daniel Gruber

geboren:11. April 1686 Ipsheim (Mittelfranken)
gestorben:24. März 1748 Hannover
Konfession:evangelisch
Vater:Johann Georg Gruber, Bäckermeister

Johann Daniel Gruber

Gruber konnte mit einem Stipendium das Gymnasium im ehemaligen Kloster Heilbronn besuchen. 1704 schrieb er sich an der Universität Halle zum Theologiestudium ein - eine durchaus übliche Studienfachwahl für Kinder aus bescheidenen Verhältnissen, denn dies war das günstigste Studium verbunden mit realtiv sicheren Zukunftsaussichten. Auch Gruber konnte an den Franckeschen Stiftungen unterkommen und arbeitete beispielsweise hier als Informator. Er wechselte später an die Juristische Fakultät und studierte zudem die historischen und philosophischen Fächer. 1710 schloss er das Studium mit dem Magistertitel ab und bot als Privatdozent Vorlesungen an der Universität an.

Am 19. April 1723 erhielt er einen Ruf als außerordentlicher Professor an der Juristischen Fakultät. Im darauffolgenden Jahr konnte er an der Universität Gießen auf eine ordentliche Professur aufsteigen.

1727 wurde Gruber zum Hof- und Kanzleirat in Celle ernannt. Zwei Jahre darauf übernahm er die Position des Historiographen und Bibliothekars der Königlichen öffentlichen Bibliotheken in Hannover. Gleichzeitig war er in die Gründung der Universität Göttingen involviert, u.a. bei der Erarbeitung der Privilegien.

1733 wurde Gruber zudem zum Abt des Klosters Bursfelde und Geheimen Justizrat ernannt.

Gruber hatte am 23. Juni 1723 noch in Halle Justine Christiane Stützing geheiratet. Sie war die Tochter des Ratskammerschreibers Johann Gotthilf Stützing in Halle.

Quellen: ADB, Bd. 10, Leipzig 1879, S. 4; DBA I, Nr. 429, S. 261-290; Dreyhaupt, S. 622; Förster, S. 219; MV Halle I, S. 188; UAHW Rep 3, Nr. 240, Bestallung und Besoldung der Professoren der Juristischen Fakultät, Bd. 1 (1692-1730).

 

Autorin: JS

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