Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Wilhelm Grunke

geboren: 5. Juni 1895 Rostow
gestorben: 24. Februar 1975 Halle
Konfession: evangelisch-lutherisch
Vater: Ingenieur, verstorben

Wilhelm Grunke

Von 1912 bis 1914 studierte Grunke der Medizin in Moskau, von 1914 bis 1918 war er als Zivilgefangener in Russland interniert. Ab 1918 setzte er das Studium in Berlin fort. 1921 erhielt er die Approbation. Von 1921 bis 1926 hatte er eine Assistentenstelle an der Städtischen Krankenanstalt Berlin-Moabit inne, 1926/27 war er dort Oberarzt. Von 1927 bis 1929 war Grunke außerplanmäßiger Assistent an der Medizinischen Universitätsklinik Halle, ab 1929 planmäßiger Assistent. 1931 habilitierte er sich für Innere Medizin. 1935 Oberarzt, leitete er nach der Entlassung Brugschs die Klinik vertretungsweise. 1937 wurde er Chefarzt der 1. Städtischen Medizinischen Klinik im Krankenhaus Allerheiligen in Breslau und gleichzeitig zum außerordentlichen Professor der Universität Breslau ernannt. 1945 siedelte er in die SBZ über. Zunächst war er Seuchenkommissar und Leiter der Inneren Abteilung des Kreiskrankenhauses Burg bei Magdeburg. 1954 wurde er zum Professor mit Lehrstuhl für Innere Medizin an der Universität Halle berufen. Zugleich leitete er die II. Medizinische Universitätsklinik und –poliklinik. 1962 emeritiert, leitete er nach der Emeritierung Robert Marks die I. Medizinischen Universitätsklinik Halle kommissarisch.

Organisationen: 1. April 1933 Eintritt in die NSDAP (Mitglied Nr. 1 834 940), 1933 bis 1937 Motor-SA (später NSKK), dort Obertruppführer und Staffelarzt, nach 1945 FDGB.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 24427 (Grunke) (Die Personalakte vor 1945 ist in PA 12801 Ratschow abgeheftet.); UAHW, Rep. 6, Nr. 1407.

Autor: HE

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