Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Victor Graf Haller von Hallerstein

geboren: 22. März 1887 Retesdorf (Siebenbürgen)
gestorben: 18. April 1953 Berlin
Konfession: evangelisch
Vater: Universitätsprofessor

Victor Graf Haller von Hallerstein

Nach dem Abitur 1906 in Heidelberg trat Haller von Hallerstein in die Kaiser-Wilhelm-Akademie ein, wurde zum Militärarzt ausgebildet und 1914 zum Dr. med. promoviert. Vor dem Krieg diente Haller von Hallerstein im 1. Garde-Feldartillerieregiment, während des Ersten Weltkrieges an der Ostfront und in Palästina. 1915 wurde er zum Oberarzt befördert, 1917 mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse und Ritterkreuz des Zähringer Löwenordens mit Schwertern ausgezeichnet. 1919 entlassen, erhielt er eine Assistentenstelle am Anatomischen Institut der Universität Berlin und habilitierte sich 1921. 1928 wurde er Oberassistent und zum ordentlichen Professor ernannt. Durch Absprachen mit Hermann Stieve, der nach Berlin wechselte, erhielt er den Ruf zum Nachfolger Stieves als Leiter des Anatomischen Institutes der Universität Halle. Nach heftigen politischen und persönlichen Auseinandersetzungen, in denen Haller u. a. durch seinen Mitarbeiter Rudolf Mair ungerechtfertigt denunziert wurde, erkrankte er. 1938 wurde Haller von Hallerstein in den Ruhestand versetzt. Der Gedanke, Haller von Hallerstein 1949 an die Humboldt-Universität zu berufen, zerschlug sich nach Einsicht in die Personalakten.

Organisationen: 1920 bis 1926 DNVP, Eintritt in die NSDAP am 1. September 1932 (Mitglied Nr. 1 100 535).

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 7235 (Haller von Hallerstein); UAHW, Rep. 11, PA 10425 (Mair); Mitteilungen der Familie.

Bild: UAHW

Autor: HE

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