Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Otto Haußleiter

geboren: 12. August 1896 Barmen
gestorben: Sterbedatum nicht ermittelt
Konfession: evangelisch
Vater: Pfarrer, Universitätsprofessor Gottlob Haußleiter

Otto Haußleiter

Haußleiter besuchte das Gymnasium in Barmen und die Lateinische Hauptschule der Franckeschen Stiftungen. 1914 legte er die Notreifeprüfung ab und meldete sich freiwillig zum Kriegseinsatz. Da er zunächst nicht fronttauglich war, diente Haußleiter als Krankenpfleger in der Etappe. 1916 wechselte er als Soldat zu einem Artillerieregiment an der Ostfront. wurde 1917 verwundet und erhielt das Eiserne Kreuz II. Klasse. Dem Aufenthalt im Lazarett folgte Dienst in einer Garnision. Als Unteroffizier wurde er im September 1918 zu einem Artillerieregiment an der Westfront eingezogen. Zunächst demobilisiert, wurde er 1919 Mitglied des freiwilligen Grenzschutzes in Westpreußen. Schon 1914 war Haußleiter in Halle immatrikuliert, nahm sein Studium aber erst mit dem Wintersemester 1918/19 auf. Er studierte je ein Semester in Halle, Greifswald und Tübingen. Im Mai 1921 legte er die erste juristische Staatsprüfung. danach setzte er seine Studien, vor allem im Fach Volkswirtschaftslehre bzw. Staatswissenschaft fort. 1922 promovierte Haußleiter mit der Dissertation »Der Gedanke der Autarkie als Leitsatz der auswärtigen Handelspolitik« zum Dr. rer. pol. Er beschrieb detailliert den Gegensatz zwischen kapitalistischer und »mittelalterlich-romantischer« bzw. »sozialistischer« Wirtschaftsordnung und lehnte jegliche Autarkiebestrebungen ab. Gedruckt wurde jedoch nur ein Auszug aus der Dissertation. 1922 erhielt er die Stelle eines außerplanmäßigen Assistenten am staatswissenschaftlichen Seminar schied jedoch 1923 aus und habilitierte sich nicht. Haußleiter wurde im Vorlesungsverzeichnis – getrennt von den Privatdozenten durch einen Strich – als Fakultätsassistent aufgeführt, gehörte also wohl nicht zum Lehrkörper der Universität. Weiteres konnte nicht ermittelt werden.

Quellen: Dissertation; UAHW, Rep. 23, P 279; Vorlesungsverzeichnis.

Autor: HE

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