Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Hans Heinroth

geboren: 8. Juni 1895 Eisleben
gestorben: 25. Dezember 1983 Baden-Baden
Konfession: evangelisch
Vater: Kaufmann, Rentner

Hans Heinroth

Das Abitur legte Heinroth in Halle ab, danach studierte er Medizin in Königsberg, Berlin und Halle. 1914 meldete er sich freiwillig, ab 1915 war er Infanterieoffizier und wurde wiederholt verwundet. Ausgezeichnet wurde er mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse sowie der Ungarischen und Österreichischen Militärverdienstmedaille. 1920 erhielt er die Approbation als Arzt und Zahnarzt und wurde Assistent am Zahnärztlichen Institut der Universität Halle. 1922 zum wissenschaftlichen Hilfslehrer ernannt, habilitierte er sich 1925 für das Fach Zahnheilkunde und wurde Oberarzt. 1927 vertrat er den hallischen Lehrstuhl, 1928 erhielt er die Ernennung zum persönlichen Ordinarius und zum Direktor des Zahnärztlichen Instituts.
Im Oktober 1945 wurde er von der Universität Halle entlassen, jedoch am 27. November 1945 vom Antifa-Ausschuss der Stadt Halle wegen der Unterstützung von Juden rehabilitiert, jedoch an der Universität nicht wieder eingestellt. Nach 1945 war er in Stuttgart als niedergelassener Arzt tätig.

Organisationen: Eintritt in die NSDAP am 22. April 1933, Oberbannfeldarzt der HJ.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 7517 (H. Heinroth); UAHW, Rep. 6, Nr. 1407.

Bild: Leopoldina-Archiv

Autor: HE

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