Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Otto Heinroth

geboren: 21. März 1892 Eisleben
gestorben: 30. August 1961 Halle
Konfession: evangelisch
Vater: Kaufmann

Otto Heinroth

Heinroth besuchte Schulen in Eisleben und Halle. Danach nahm er ein Studium der Chemie und Nationalökonomie an den Universitäten Leipzig und München auf. Von 1914 bis 1919 leistete er Kriegsdienst als Artillerieoffizier und erhielt das Eisernes Kreuz I. und II. Klasse, den Bayerischen Militärverdienstorden und das Ritterkreuz der Österreichischen Ehrenlegion. Nach den Kämpfen gegen die Räterepublik in Bayern wurde Heinroth zu 40 % kriegsbeschädigt entlassen. Nach dem Krieg studierte er Medizin und Zahnheilkunde in Königsberg, München und Halle. 1921 erhielt er die Approbation und wurde Assistent am zahnärztlichen Institut der Universität Halle, ab 1922 war er dort Abteilungsleiter. 1923 promovierte er zum Dr. med. dent., 1926 habilitierte er sich für Zahnheilkunde, 1928 wurde er wissenschaftlicher Hilfslehrer mit der Dienstbezeichnung Oberarzt. 1934 erhielt Heinroth die Ernennung zum nichtbeamteten außerordentlichen Professor, 1937 wurde er Oberassistent und im Dezember 1937 zum planmäßigen außerordentlichen Professor ernannt. 1945 durch die Universität entlassen, rehabilitierte ihn der Ausschuss des Antifaschistischen Blocks der Stadt Halle, da er in der NS-Zeit Juden und Kommunisten unterstützt hatte. 1954 erhielt Otto Heinroth das zahnärztliche Ordinariat an der Universität Leipzig, 1957 wurde er emeritiert.

Organisationen: 1935 Aufnahme in die NSDAP, Mitglied des SA-Fliegersturms.

Quelle: UAHW, Rep. 11, PA 7518 (O. Heinroth).

Bild: privat

Autor: HE

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