Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Hermann Hering

geboren: 26. Februar 1838 Dallmin (Westpriegnitz)
gestorben: 7. April 1920 Halle
Konfession: evangelisch-lutherisch
Vater: Pfarrer

Hermann Hering

Nach Absolvierung der theologischen Studien in Halle (1852 bis 1862) war Hering zunächst als Diakon in Weißensee in Thüringen tätig. 1869 kam er als Archidiakon nach Weißenfels und 1874 als Oberpfarrer und Superintendent nach Lützen. Während des Kriegs 1870/71 arbeitete er als Krankenpfleger (Auszeichnung mit der Kriegsdenkmünze am Nichtkombattandenbande). 1878 ernannte ihn die Kieler theologische Fakultät zum Ehrendoktor. Im gleichen Jahr erhielt er einen Ruf auf das Ordinariat für praktische Theologie an der Universität Halle, zugleich hielt er ­ im Wechsel mit Beyschlag ­ Vorlesungen über neutestamentliche Exegese und christliche Ethik. Neben zahlreichen Schriften zur Praktischen Theologie und zur Liturgik veröffentlichte Hering zur Reformation. 1892/93 war er Rektor der Universität. 1894 wurde er zum Konsistorialrat, später zum geheimen Konsistorialrat ernannt. 1907 erbat Hering, aus gesundheitlichen Gründen, trotz »unveränderter geistiger Frische« den Eintritt in den Ruhestand mit Beginn seines 70. Lebensjahres. Das Amt des Universitätspredigers versah der Hochdekorierte (1908 Roter Adlerorden II. Klasse mit Eichenlaub, 1912 Stern zum Königlichen Kronenorden II. Klasse) bis 1912.

Organisationen: Vorsitzender der Gefängnisgesellschaft für die Provinz Sachsen.

Quelle: UAHW, Rep. 11, PA 7732 (Hering)

Autor: HE

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