Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Wilhelm Herschel

geboren: 17. Oktober 1895 Bonn
gestorben: 7. Januar 1986 Bad Honnef
Konfession: katholisch
Vater: Landwirt

Wilhelm Herschel

Herschel besuchte das Gymnasium in Bonn, danach studierte er von 1914 bis 1919 Rechts- und Staatswissenschaften sowie Philosophie in Bonn, 1917/18 unterbrochen durch Dienst im Landsturm. 1919 legte er die Referendarprüfung in Köln ab, 1920 wurde er Gerichtsreferendar in Königswinter, im Wintersemester 1920/21 war Herschel Assistent des staatswissenschaftlichen Seminars an der Universität Bonn. Von 1921 bis 1925 arbeitete er als Justiziar, später Geschäftsführer beim Gesamtverband der christlichen Gewerkschaften Deutschlands. Von 1925 bis 1931 war er wissenschaftlicher Angestellter, dann Studienrat an der Staatlichen Fachschule für Wirtschaft und Verwaltung Düsseldorf, zugleich von 1927 bis 1931 ehrenamtlicher Landesarbeitsrichter Düsseldorf. 1931 promovierte er zum Dr. jur. an der Universität Köln und wurde Professor am staatlichen Berufspädagogischen Institut bzw. dessen Nachfolgern in Köln und Frankfurt am Main. 1940 wurde Herschel mit der Wahrnehmung der freien Professur für Arbeitsrecht in Halle beauftragt. 1941 auf Grund seiner vorliegenden Arbeiten zum Erbhofeigentum und zum Arbeitsrecht habilitiert, wurde er 1943 förmlich zum Direktor des Instituts für Arbeitsrecht und zum ordentlichen Professor ernannt. Im März 1945 wich Herschel mit dem Institut für Arbeitsrecht nach Sonneberg aus. In Sonneberg amtierte er als Richter und wirkte an Säuberungsmaßnahmen mit. Im Oktober 1945 kehrte Herschel nach Halle zurück, siedelte jedoch 1946 in die britische Besatzungszone über, um Leiter der Abteilung für Arbeitsrecht, Tarifwesen und Gewerbeaufsicht im Range eines Ministerialrates im Hauptamt für Arbeitsverwaltung für die britische Zone zu werden. 1947 wurde er Ministerialdirektor im Zentralamt für Arbeit in der britischen Besatzungszone Lemgo, später im Bundesministerium für Arbeit. Ab 1950 lehrte Herschel als Honorarprofessor für Arbeitsrecht an der Universität Köln.

Organisationen: 1930 bis 1933 Zentrum, NSLB, Block- und Zellenwalter der NSV, 1938 NSRB, seit 1941 ehrenamtlicher Lektor beim Zentrallektorat der DAF. Aus einem Lebenslauf: »Am 30.10.1937 zur NSDAP angemeldet. Infolge Teilung der Ortsgruppe und mehrfachem Wohnungswechsel bisher noch nicht erledigt.«. 1945 CDU.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 7786 (Herschel); UAHW, Rep. 6, Nr. 1407.

Bild: UAHW

Autor: HE

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