Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Bild für rechte Spalte: Reitersiegel-Binärcode

Reinhold Herzog

geboren: 9. April 1866 Gera
gestorben: 11. Februar 1891 Halle
Konfession: evangelisch
Vater: Senatspräsident

Reinhold Herzog

Herzog besuchte Gymnasien in Eisenach und Jena, ab 1884 studierte er Rechtswissenschaften an den Universitäten Leipzig, Freiburg, Berlin, Jena, Tübingen und wieder Freiburg. Auf das Examen und die Promotion bereitete er sich an der Universität Marburg vor, da Franz von Liszt dort ein »kriminalistisches Seminar« etabliert hatte. 1888 promovierte Herzog an der Universität Marburg mit der Dissertation »Rücktritt vom Versuch und tätige Reue. Die dogmatische Begründung der Straflosigkeit.« Seine privaten Studien setzte er in München und Leipzig fort. 1890 habilitierte sich Herzog an der Universität Halle für die Fächer Strafrecht und Strafprozess.
Wenige Monate später tötete sich Herzog selbst, da er, so meldete der Kurator der Universität dem Preußischen Kultusministerium, unter »Verfolgungswahn« gelitten habe. Herzogs Tod sei ein »herber Verlust« gewesen, vermerkt die Universitätschronik, denn er habe sich durch »bedeutende Gaben und eine in so jungen Jahren ungewöhnlich reiche und umfangreiche Gelehrsamkeit« ausgezeichnet, die die »besten Hoffnungen« für eine wissenschaftliche und akademische Laufbahn erweckt hätte.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 7810 (Herzog); Chronik 1891/92, S. 4 f.; Dissertation.

Autor: HE

Zum Seitenanfang