Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Bild für rechte Spalte: Reitersiegel-Binärcode

Ferdinand Heuckenkamp

geboren: 10. April 1862 Pappenheim (Mittelfranken)
gestorben: 9. April 1938 Greifswald
Konfession: 1927 aus der evangelischen Kirche ausgetreten
Vater: Direktor eines Gaswerks

Ferdinand Heuckenkamp

Heuckenkamp besuchte Schulen in Aarau (Schweiz), die Reifeprüfung legte er 1882 ab. Nach dem Militärdienst als Einjährig Freiwilliger in einem bayerischen Infanterieregiment studierte er romanische Philologie, Philosophie und Geschichte an den Universitäten Genf, München, Strassburg und Halle. 1887 promovierte Heuckenkamp mit der Dissertation »Die helige Dimphna« an der Universität Halle zum Dr. phil. 1891 habilitierte er sich mit einer Schrift über die spätmittelalterliche Dichterin und politische Autorin Christine de Pizan (»Le dit de la rose von Christine von Pisan) für romanische Philologie. 1896 veröffentlichte er die Handschriften des Astrologen Chevalier du Papegau, 1899 edierte Heuckenkamp französische und lateinische Texte von Alain Chartier einem Poeten und Philosophen des 15. Jahrhunderts (»Le curial«, Reprint 1974). 1901 erhielt Heuckenkamp einen dotierten Lehrauftrag für französische Philologie, 1902 wurde er auf ein planmäßiges Extraordinariat an der Universität Greifswald berufen, wo er 1927 emeritiert wurde.

Organisationen: Förderndes Mitglied der Hitlerjugend und der Fliegerortsgruppe Greifswald

Quellen: BA R 4901/13266; Dissertation; Auskunft des Universitätsarchivs Greifswald.

Autor: HE

Zum Seitenanfang