Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Alwin Hildebrandt

geboren: 5. Januar 1906 Hanau-Kesselstadt
gestorben: 29. Mai 1959 Frankfurt am Main
Konfession: evangelisch
Vater: landgräflicher Angestellter

Alwin Hildebrandt

Nach dem Abitur studierte Hildebrandt Medizin in Frankfurt, dort bestand er 1930 das Staatsexamen und promovierte zum Dr. med. Praktika machte er an der Universitätsfrauenklinik Frankfurt am Main und am Pathologischen Institut Dresden. In der Dresdner Pathologie war er von 1931 bis 1934 Assistenzarzt, später Oberarzt. Von 1934 bis 1936 hatte er die Stelle eines Assistenzarztes am Stadtkrankenhaus Dresden-Friedrichstadt inne. 1936 wechselte er an die Universitätsfrauenklinik Halle. Ab 1935 diente Hildebrandt in der Wehrmacht in Übungen, 1937 wurde er Assistenzarzt der Reserve. 1939 eingezogen, leistete er Kriegsdienst in Polen, Holland, Belgien und Frankreich und wurde 1940 zum Oberarzt befördert. 1940 habilitierte er sich während eines Arbeitsurlaubes, 1941 wurde er zum Dozenten für Frauenheilkunde und Geburtshilfe ernannt. 1941 wegen des Ärztemangels in der Universitätsfrauenklinik Halle für mehrere Monate uk. gestellt, wurde er im Januar 1942 zum Reservelazarett Dresden eingezogen. 1943 war er dort an der Hygienischen Untersuchungsstelle, 1943/44 forschte er über den Vitamingehalt von Frauen- und Kuhmilch. Im Oktober 1945 wurde Hildebrandt in Abwesenheit von der Universität Halle entlassen, ab 1952 war er außerplanmäßiger Professor der Universität Frankfurt für Gynäkologie und Geburtshilfe.

Organisationen: Eintritt in die NSDAP am 1. April 1933 (Mitglied Nr. 2 434 738), Eintritt in die SA im November 1933, Sturmbannarzt, Sanitätsobertruppführer, NSDÄB, NSDDB, NSV, als Ortsgruppen-Filmstellenleiter mit dem Bild des Gauleiters »Für treue ehrenamtliche Mitarbeit« ausgezeichnet. Februar 1938 Ortsgruppenamtsleiter (Schulungsleiter) und seit November 1938 Kreisredner der NSDAP.

Quellen: UAHW, Rep. 6, Nr. 1407; UAHW, Rep. 11, PA 7889 (Hildebrandt).

Autor: HE

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