Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Arthur von Hippel

geboren: 24. Oktober 1841 Fischhausen (Ostpreußen)
gestorben: 26. Oktober 1916 Göttingen
Konfession: evangelisch
Vater: Justizrat, Rechtsanwalt

Arthur von Hippel

Arthur von Hippel besuchte das Kneiphöfsche Gymnasium in Königsberg und studierte Medizin an den Universitäten Königsberg, München und Berlin. 1864 promovierte er an der Universität Berlin mit der Dissertation »De Neuralgiis in specie nervi trigemini« zum Dr. med. Bei einem Forschungsaufenthalt in Prag begeisterte ihn Ferdinand Arlt, der Lehrer Albrecht von Graefes für die Augenheilkunde. Er trat eine Assistentenstelle in der Augenklinik Königsberg an und habilitierte sich 1868 für das Fach Ophalmologie. 1874 wurde er zum außerordentlichen Professor ernannt. 1879 berief ihn die Universität Gießen zum ordentlichen Professor, 1890 wechselte er an die Universität Königsberg. 1892 nahm er den Ruf an die Universität Halle an. 1901 ging von Hippel nach Göttingen, um an der dortigen Universität eine neue Augenklinik aufzubauen. Von Hippel forschte über die Bestimmung des intraokularen Drucks, zur Farbenblindheit und zur Kurzsichtigkeit. Neue Wege beschritt er in der Behandlung der Augentuberkolose und bei der Transplantation von Hornhäuten. 1914 wurde von Hippel emeritiert, sein Sohn Eugen trat die Nachfolge an.

Quellen: Dissertation; Deutsches Biographisches Jahrbuch 1914–1916, S. 358; NDB Band

Autor: HE

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