Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Lothar Hock

geboren: 12. November 1890 Berlin
gestorben: 9. September 1978 Gießen
Konfession: evangelisch
Vater: Ingenieur

Lothar Hock

Die Reifeprüfung legte Hock 1910 an einem Berliner Realgymnasium ab. Er studierte Chemie an der Universität und an der Technischen Hochschule Berlin. 1914 wurde er zu einer Pioniereinheit eingezogen. 1915 zum Unteroffizier befördert, wurde er zur Inspektion der Kraftfahrtruppen in Berlin kommandiert. 1918 war er bei der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft für Kriegsforschung tätig, hier forschte er über Schmiermittel. 1919 trat er als Chemiker in die Mitteldeutsche Gummiwarenfabrik Peters Union AG Corbach ein. 1922 promovierte er an der Universität Gießen zum Dr. phil. Von 1923 bis 1936 war er Assistent am physikalisch-chemischen Institut der Universität Gießen. Hier habilitierte er sich 1924 und wurde 1929 zum nichtbeamteten außerordentlichen Professor ernannt. Seit 1931 war Hock, wie Kerblochkartei des Reichswissenschaftsministeriums vermerkt, mit Rüstungsforschung befasst. 1936 erhielt er einen Lehrauftrag für Technische Chemie an der Universität Halle, der Dienstantritt wurde wegen dringender Rüstungsaufträge für das Luftfahrtministerium jedoch verschoben (Flugzeugbereifung). 1937 erhielt Hock einen Lehrauftrag in Gießen, so dass der Lehrauftrag in Halle zurückgezogen wurde. Während des Krieges entfaltete Hock eine umfangreiche Gutachter- und Beratertätigkeit. 1946 wurde er außerplanmäßiger Professor der Universität Marburg, 1953 Honorarprofessor der Universität Gießen für Kolloidchemie und physikalische Chemie.

Organisationen:

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 7973 (Hock), UAHW, Rep. 6, Nr. 1407, BA R 4901/13282.

Autor: HE

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