Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Albert Hoffmann

geboren: 5. März 1868 Friedberg (Großherzogtum Hessen)
gestorben: 21. Juni 1900 Halle
Konfession: evangelisch
Vater: Assessor, später Landgerichtsdirektor

Albert Hoffmann

Hoffmann besuchte die Realschule in Alsfeld, später Privatschule und Gymnasium in Darmstadt und Gießen. Nach der Reifeprüfung (1887) studierte er Medizin an den Universitäten Gießen, München und wieder Gießen. 1893 legte er das medizinische Staatsexamen ab, 1893/94 leistete er Militärdienst in einem Infanterieregiment, danach als Unterarzt in einem Artillerieregiment. 1894 promovierte Hoffmann an der Universität Heidelberg zum Dr. med. und trat als Volontär in die Universitätsfrauenklinik Heidelberg ein. 1895 arbeitete er im physiologisch-chemischen Laboratorium Bern, Ende 1895 wechselte er als Assistenzarzt an die medizinische Universitätsklinik Zürich. 1898 erhielt Hoffmann eine Stelle als Assistenzarzt an der medizinischen Universitätsklinik Halle. 1900 reichte er die Arbeit »Die Rolle des Eisens bei der Blutbildung, zugleich ein Beitrag zum Wesen der Glukose« als Habilitationsschrift für das Fach innere Medizin ein. Mehrere Mitglieder der Medizinischen Fakultät, u. a. Erich Harnack und Arthur von Hippel, gaben wegen mangelnder Originalität ablehnende Gutachten ab. Die Venia legendi wurde schließlich am 25. Juni 1900 nicht für innere Medizin sondern für das Fach Physiologie erteilt. Zu diesem Zeitpunkt war Hoffmann jedoch nicht mehr am Leben. Möglicherweise, die Fakultätsakten und die Chronik nennen die Todesursache nicht, tötete er sich selbst.

Quellen: UAHW, Rep. 29, Nr. 231; Chronik 1899/1900, S. 8.

Autor: HE

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