Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Walther Holtzmann

geboren: 31. Dezember 1891 Eberbach (Baden)
gestorben: 25. November 1963 Bonn
Konfession: evangelisch
Vater: Gymnasialprofessor

Walther Holtzmann

Nach dem Besuch des Gymnasiums in Karlsruhe leistete Holtzmann 1910/11 Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger und wurde zum Funker ausgebildet. 1912 und 1913 absolvierte er Offiziersaspirantenübungen. Von 1914 bis 1919 stand er im Kriegseinsatz, zuletzt als Kommandeur der Divisionsfunkerabteilung 5 bei der 13. Infanteriedivision (ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse und dem Ritterkreuz 2. Klasse mit Schwertern des Zähringer Löwenordens). Holtzmann studierte von 1911 bis 1914 und 1919/20 Geschichte, Germanistik und Latein an den Universitäten Straßburg und Heidelberg. 1920 legte er die Prüfung für das höhere Lehramt ab, 1921 promovierte er zum Dr. phil. Von 1922 bis 1926 war er Assistent am Preußischen Historischen Institut Rom, 1926 habilitierte er sich an der Universität Berlin und erhielt einen Lehrauftrag für mittelalterliche Geschichte. 1931 erhielt er einen Ruf auf eine ordentliche Professor an der Universität Halle. Hier setzte er sich als Dekan der Philosophischen Fakultät (1935/36) gegen die Berufung nationalsozialistischer, aber fachlich nicht ausgewiesener Wissenschaftler zur Wehr. 1936 nahm er einen Ruf nach Bonn an. Von 1953 bis 1961 war Holtzmann Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Rom.

Organisationen: Am 1. November 1933 Eintritt in den Stahlhelm, überführt in SA-Reserve.

Quellen: UAHW, Rep. 6, Nr. 1407; DBE Bd. 5, S. 157; UAHW, Rep. 4, Nr. 896-900.

Bild: UAHW

Autor: HE

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