Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Bild für rechte Spalte: Reitersiegel-Binärcode

Hans Hornitschek

geboren: 3. Juli 1911 Braunschweig
gestorben: September 1944 bei Lemberg
Konfession: evangelisch, früher katholisch
Vater: Schuhmachermeister

Hans Hornitschek

Nach Volks- und weiterbildender Schule besuchte Hornitschek die Ackerbauschule Klostergut Badersleben und legte 1932 die Reifeprüfung an einer privaten Lehranstalt in Braunschweig ab. Nach einem Jahr landwirtschaftlicher Praxis begann er im November 1933 ein Studium der Landwirtschaft, das er 1936 mit dem Diplom abschloss. 1937 wurde er Assistent am Institut für Tierkunde und Molkereiwesen und promovierte 1938 zum Dr. sc. nat. Für seine Dissertation über »Bau und Entwicklung der Locke des Karakulschafes« erhielt er 1938 den Julius-Kühn-Preis. 1940 wechselte Hornitschek mit seinem Mentor Gustav Frölich zum Kaiser-Wilhelm-Institut in Dummerstorf bei Rostock, um dort die von der Universität Halle umgesetzte Karakulherde zu betreuen. Als die Herde nach dem Tod Frölichs im September 1940 nach Halle zurückgeführt wurde, wechselte Hornitschek erneut als planmäßiger Assistent an die Universität Halle. 1941 erhielt er einen Lehrauftrag für Karakulzucht, 1942 wurde er im Auftrag des Ministeriums für die besetzten Ostgebiete für mehrere Wochen in die Ukraine abgestellt, um dort Schafzuchtbetriebe aufzubauen. Im August 1943 zur Wehrmacht eingezogen, gilt Hornitschek seit September 1944 als vermisst und wurde später für tot erklärt.

Organisationen: Aufnahme in die NSDAP am 1. Mai 1937 (Nr. 5 070 969), November 1933 Eintritt in die SA, NS-Altherrenbund.

Quelle: UAHW, Rep. 11, PA 8203 (Hornitschek).

Autor: HE

Zum Seitenanfang