Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Eugen Hultzsch

geboren: 29. März 1857 Dresden
gestorben: 16. Januar 1927 Halle
Konfession: evangelisch-lutherisch
Vater: Kommerzienrat

Eugen Hultzsch

Das Studium der orientalischen Sprachen, vergleichenden Sprachwissenschaft und des Sanskrit schloss Hultzsch 1879 an der Universität Leipzig mit einer Dissertation zum Werk des Vasantaraja Sakuna ab, einem Buch das von den durch Tiere hervorgerufenen Omina handelt. 1878/79 leistete er Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger im sächsischen Infanterie-Regiment Nr. 106 in Leipzig (1881 Reserveleutnant). 1882 habilitierte er sich an der Universität Wien (»The Baudhayadharma sastra« 1884) und wirkte dort von 1882 bis 1886 als Privatdozent für Orientalische Sprachen. 1886 trat er das Amt eines »Epigraphist to the Government of Madras« an, zugleich war er Fellow der University of Madras. 1903 folgte er einem Ruf auf Richard Pischels Ordinariat für Sanskrit und vergleichende Sprachwissenschaft an die Halle. Hultzsch war Schriftführer der Deutsch-Morgenländischen Gesellschaft, Mitglied zahlreicher Akademien und wissenschaftlicher Gesellschaften und wurde mit dem Roten Adler-Orden 4. Klasse ausgezeichnet. 1925 von den amtlichen Verpflichtungen entbunden, erlebte der Herzkranke 1926 noch die Drucklegung seiner Edition der Askona-Inschriften. Fast alle Werke Hultzschs wurden im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts als Reprint wiederveröffentlicht.

Quelle: UAHW, Rep. 11, PA 8260 (Hultzsch).

Autor: HE

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