Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Georg Jahn

geboren: 28. Februar 1885 Leipzig
gestorben: 18. Mai 1962 Berlin (West)
Konfession: evangelisch-lutherisch
Vater: Schuldirektor

Georg Jahn

1904 nahm Jahn ein Studium der Philosophie und Staatswissenschaften an der Universität Jena auf, leiste jedoch zunächst 1904/05 Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger. Das Studium setzte er von 1906 bis 1909 in Leipzig fort, wo er sich stärker auf die Nationalökonomie konzentrierte. 1909 wurde Jahn Geschäftsführer und Syndikus des Verbandes deutscher Bureaubeamten, später zusätzlich für weitere Berufsverbände (Wirtschaftsverein deutscher Lehrer, Wirtschaftsverband deutscher Künstler). Von 1914 bis 1916 war er Unteroffizier des Heeres, von 1916 bis 1918 leitete er die Heeresstelle für Rohstofferhebung in Belgien. 1919 habilitierte er sich in Leipzig, im August 1919 wurde er außerordentlicher Professor der Technischen Hochschule Braunschweig. Im Januar 1923 nahm er den Ruf auf ein Ordinariat der Technischen Hochschule Dresden an. 1924 wechselte er als ordentlicher Professor der wirtschaftlichen Staatswissenschaften und Statistik an die Universität Halle. Hier war er Direktor des Seminars für Staatswissenschaften, im Juni 1937 wurde er auf Grund des § 6 des Berufsbeamtengesetzes wegen seiner jüdischen Ehefrau in den Ruhestand versetzt. Jahn siedelte nach Berlin-Charlottenburg über, wo er weiterhin wissenschaftlich arbeitete. Am 1. Oktober 1945 wurde er wieder zum ordentlichen Professor in der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Halle berufen, 1946 nahm er einen Ruf an die TH Berlin-Charlottenburg an.

Organisationen: Als Student engagierte sich Jahn in der nationalsozialen Bewegung von Friedrich Naumann, 1909 wechselte er mit diesem zu den »Freisinnigen« bzw. zur Fortschrittlichen Volkspartei und betätigte sich öffentlich auf derem sozialliberalen Flügel. Nach 1918 DDP bzw. Staatspartei, nach 1933 RLB.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 8387 (Jahn); UAHW, Rep. 6, Nr. 1407.

Bild: UAHW

Autor: HE

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