Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Horst Jecht

geboren: 7. Januar 1901 Görlitz
gestorben: Oktober 1965 Nancy (Frankreich)
Konfession: evangelisch
Vater: Professor, Archivar

Horst Jecht

Jecht studierte Wirtschafts- und Staatswissenschaften an den Universitäten Leipzig und Halle. Hier promovierte er 1923 zum Dr. rer. pol. Halle, und wurde Assistent am Staatswissenschaftlichen Seminar. Er setzte seine Studien in Berlin fort und habilitierte sich 1928 an der Universität Halle. 1930 erhielt er einen Lehrauftrag für Finanzwissenschaft. 1933/34 vertrat er Lehrstühle in Berlin, sowohl an der Universität als auch an der Handelshochschule. 1934 wurde er zum außerordentlichen Professor ernannt und an die Universität Berlin versetzt, 1936 erhielt er ein planmäßiges Extraordinariat an der Wirtschaftshochschule Berlin, 1938 wurde der Spezialist für Kriegsfinanzen Ordinarius für Volkswirtschaftslehre, Finanzwissenschaft und Wirtschaftsgeschichte an beiden Hochschulen. 1942 nahm er einen Ruf an die Universität Heidelberg an, 1945 wurde er entlassen. 1947 durch ein Spruchkammerverfahren als Mitläufer eingestuft, erhielt er 1949 einen Lehrauftrag an der Universität Göttingen, im Wintersemester 1949/50 vertrat er einen Lehrstuhl an der Hochschule für Arbeit, Politik und Wirtschaft Wilhelmshaven. 1951 wurde er auf den Lehrstuhl für Nationalökonomie an der Universität Münster berufen. 1959 erhielt Jecht einen Ruf an die Universität München. Hier war er Direktor des Institutes für Finanzwissenschaft und zugleich Vorstand des wissenschaftlichen Beirates beim Bundesminister der Finanzen. Jecht starb bei einem Unfall.

Organisationen: Eintritt in die NSDAP am 26. April 1933 (Mitglied Nr. 2 260 777), 1935-1939 Blockleiter, NSD Dozentenbund, 1933–1935 SA. Im November 1933 Eintritt in die SA, BNSDJ, NSLB

Quellen: UAHW, Rep. 6, Nr. 1361; BDC; Auskunft UA München; BA R 4901/13267

Autor: HE

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