Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Friedrich Christian Juncker

geboren:13. Mai 1730 Kopenhagen
gestorben:27. Juli 1770 Halle
Konfession:evangelisch
Vater:Johann Juncker (1679-1759), Professor der Medizin in Halle

Friedrich Christian Juncker

Da der Vater Johann Juncker (1679-1759) als Professor an der halleschen Universität und als Klinikarzt am halleschen Waisenhaus tätig war, überrascht es nicht, dass Friedrich Christian Juncker das Königliche Pädagogium der Franckeschen Stiftungen besuchte. Auch schrieb ihn der Vater bereits zum ersten Geburtstag an der Universität ein. Juncker jun. betrat im Folgenden den vorgegebenen Weg seines Vaters. Er absolvierte das Medizinstudium in Halle, schloss es 1749 mit der Promotion ab. Anschließend war er als Privatdozent tätig und unterstützte zugleich seinen Vater in den Kliniken der Franckeschen Anstalten.

Am 18. Dezember 1753 wurde Juncker zum außerordentlichen Professor der Medizin berufen wurde. Nach dem Tod seines Vaters konnte er dessen Stelle als ordentlicher Professor der Medizin einnehmen. Die Berufung erfolgte am 29. November 1759, einen Monat nach dem Tod Johann Junckers.

Im Jahr zuvor hatte Friedrich Christian Juncker Johanna Charlotte Wilhelmine von Werther (gest. 1767) in Querfurt geheiratet. Sie war die Tochter des Freiherrn Ernst Friedrich von Werther. Das Paar hatte mehrere Kinder, von denen bis auf ein Sohn alle sehr früh verstarben. Der Sohn, Johann Christian Wilhelm Juncker (1761-1800) wurde später ebenfalls Arzt und Professor in Halle. Im Jahr 1765 erhielt Friedrich Christian Juncker das hallesche Bürgerrecht. Bereits 1770, im Alter von nur 40 Jahren, verstarb der Mediziner an einem Schlaganfall.

Quellen: Ersch/Gruber, Sect. 2, Theil 29, Leipzig 1851, S. 132f.; Förster, S. 227; Kaiser/Krosch Teil X., S. 416-422; Meusel, Bd. 6, Leipzig 1806, S. 339f.; NDB, Bd. 10, Berlin 1974, S. 661f.; UAHW Rep. 3, 243 Ernennung der außerordentlichen und ordentlichen Professoren der Medizinischen Fakultät, Bd. 2 (1743-1795).

Autorin: JS

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