Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Siegfried Kaehler

geboren: 4. Juni 1885 Halle
gestorben: 25. Januar 1963 Göttingen
Konfession: evangelisch
Vater: Universitätsprofessor

Siegfried Kaehler

Kaehler absolvierte Vorschule, Gymnasium und Lateinhauptschule der Franckeschen Stiftungen und studierte von 1903 bis 1914 Rechtswissenschaft, romanische Sprachen, Germanistik, Philosophie und Geschichte an den Universitäten Lausanne, Halle und Freiburg. Dort wurde er bei Friedrich Meinecke 1914 mit einer Arbeit zu Wilhelm von Humboldts Entwurf einer ständischen Verfassung für Preußen zum Dr. phil. promoviert. 1914/15 war er freiwilliger Krankenpfleger, dann im Kriegseinsatz. Nach der Demobilisierung im Dezember 1918 kehrte er nach Halle zurück und trat 1919 als Zeitfreiwilliger in eine Studentenkompanie ein. 1921 wurde Kaehler an der Universität Marburg für Mittlere und Neuere Geschichte habilitiert, war vorübergehend im Reichsarchiv tätig und wurde 1922 Assistent in der Philosophischen Fakultät der Universität Marburg. 1927 zum außerordentlichen Professor ernannt, erhielt er 1928 einen Ruf an die Universität Breslau. 1932 wechselte als ordentlicher Professor der Mittleren und Neueren Geschichte nach Halle. 1935 nahm Kaehler einen Ruf nach Jena, 1936 einen nach Göttingen an, wo er bis zu seiner Emeritierung 1953 lehrte.

Organisationen: 1919 Stahlhelm, 1925 bis 1928 DVP.

Quellen: UAHW, Rep. 6, Nr. 1407; DBE Bd. 11/1, S. 99; Becker., Bild: UAHW, Rep. 40-I, K127.

Autor: HE

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