Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Johann Christlieb Kemme

geboren:10. September 1738 Halle
gestorben:10. Oktober 1815 Halle
Konfession:evangelisch
Vater:Besitzer der Hirschapotheke in Halle

Johann Christlieb Kemme

Kemme verlor früh den Vater. Sein Stiefvater ermöglichte ihm den Besuch der Stadtschule in Bernburg, verstarb jedoch auch bald so dass er wieder von der Schule genommen werden musste. Anschließend besuchte er aber das Realgymnasium in den Franckeschen Anstalten. Am 5. Juli 1756 schrieb er sich für das Medizinstudium in Halle ein. Dieses beendete er 1760 mit der Promotion zum Doktor der Medizin.

Am 20. September 1766 erhielt Kemme den Ruf auf die außerordentliche Professur der Medizin. 1770 konnte er in die ordentliche Professur aufsteigen. Darüber hinaus führte Kemme ab 1791 das Hebammeninstitut der Universität.

1778 wurde er Bibliothekar der Marienbibliothek. Dieser Bibliothek vermachte er mehrere tausend Bücher, so dass diese in den Besitz einer geschlossen erhaltenen Gelehrtenbibliothek kam. Im selben Jahr übernahm er das Amt des Kirchvaters der Mariengemeinde. Im Januar 1768 erhielt Kemme das hallesche Bürgerrecht.

Organisationen:

1767 Mitglied der Akademie der Naturforscher Leopoldina

Quellen: Förster, S. 230; StaH FA, Nr. 5112; UAHW Originalmatrikel nach 1744, Bd. 2, Bl. 91; UAHW Rep. 3, Nr. 243 Ernennung der außerordentlichen und ordentlichen Professoren der Medizinischen Fakultät, Bd. 2 (1743-1795).

Autorin: JS

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