Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Guido Kisch

geboren: 22. Januar 1889 Prag
gestorben: 7. Juli 1985 Basel
Konfession: jüdisch
Vater: Rabbiner, Gymnasialprofessor

Guido Kisch

Nach dem Abitur studierte Kisch Rechtswissenschaften an der Universität Prag. 1912 wurde er Referendar und legte die erste juristische Staatsprüfung ab. 1913 promovierte er an der Deutschen Universität Prag zum Dr. jur. 1914 wurde er k. u. k. Gerichtsauskultant (Gerichtsassessor). 1915 erhielt er eine Assistentenstelle an der Universität Leipzig wo er sich 1915 für Zivilprozeßrecht und deutsche Rechtsgeschichte habilitierte. 1920 erhielt er einen Ruf als planmäßiger außerordentlicher Professor für Rechtsgeschichte an die Universität Königsberg. 1922 erhielt er einen Ruf nach Halle, im selben Jahr und 1924 lehnte Kisch Rufe nach Prag ab. Im Mai 1933 wurde Kisch beurlaubt und im Januar 1934 in den Ruhestand versetzt. Anschließend wirkte er als Professor am Jüdischen Theologischen Seminar Breslau, 1935 erhielt er ein Forschungsstipendium in den USA. Vorübergehend nach Deutschland zurückgekehrt, arbeitete Kisch ab 1937 als Professor für jüdische Geschichte an verschiedenen Colleges und Akademien in New York. 1949 wurde er Gastprofessor an der Universität Lund (Schweden), ab 1953 lehrte er an der Universität Basel (Schweiz), wo er sich 1962 niederließ.

Organisationen: -

Autobiographie: Der Lebensweg eines Rechtshistorikers, 1975

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 8861 (Kisch); DBE Bd. 5, S. 558; Autobiographie.

Bild: Autobiographie

Autor: HE

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