Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Manfred Klingmüller

geboren: 11. August 1893 Strehlen/Schlesien
gestorben: ?
Konfession: evangelisch
Vater: Kreismedizinalrat

Manfred Klingmüller

1913 bestand Klingmüller die Reifeprüfung in Strehlen, 1913/14 studierte er Medizin in Kiel. 1914 Kriegsfreiwilliger, wurde er 1915 krankheitshalber entlassen, jedoch 1916 zum Sanitätsdienst eingezogen. Bis 1919 war er in verschiedenen Lazaretten tätig, gleichzeitig setzte er das Studium der Medizin fort. 1920 legte er das Staatsexamen ab und erhielt die Approbation. Als Volontär an der medizinischen Universitätsklinik Halle erkrankte er 1921 schwer an Typhus, so dass er erst 1922 zum Dr. med. promoviert wurde. 1924 erhielt er eine planmäßige Assistentenstelle und habilitierte sich 1927. 1929 wechselte er zur AOK und wurde 1933 ärztlicher Direktor des Krankenhauses des Verbandes der Allgemeinen Ortskrankenkassen der Stadt Berlin, später Chefarzt am Krankenhaus des Verbandes der Krankenkassen Berlin. 1936 wurde Klingmüller aus dem Personalverzeichnis der Universität Halle gestrichen, 1937 entzog ihm das Wissenschaftsministerium die Lehrbefugnis. Weitere Angaben konnten nicht ermittelt werden.

Organisationen: NSDAP seit April 1933 (Mitglied Nr. 1 835 205)

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 8968 (Klingmüller); UAHW, Rep. 6, Nr. 1407.

Autor: HE

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