Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Christian Adolph Klotz

geboren:13. November 1738 Bischofswerda/Lausitz
gestorben:31. Dezember 1771 Halle
Konfession:evangelisch
Vater:Superintendent und Pastor in Bischofswerda

Christian Adolph Klotz

Klotz besuchte zunächst die Fürstenschule St. Afra in Meißen, anschließend das Görlitzer Gymnasium. Am 25. April 1758 schrieb er sich für das Studium der Jurisprudenz und Philosophie an der Universität Leipzig ein. 1761 wechselte er nach Jena, im selben Jahr legte er das Magisterexamen ab. Schon als Student gab er philologische Schriften, aber auch eigene Gedichte heraus.

In Jena war Klotz als Privatdozent an der Philosophischen Fakultät tätig. Bereits 1762 wurde er zum außerordentlichen Professor an die Philosophische Fakultät in Göttingen berufen. Im darauffolgenden Jahr konnte er in eine ordentliche Professur aufsteigen.

Am 17. Februar 1765 berief ihn der preußische König zum ordentlichen Professor der Beredsamkeit, samt Titel als preußischer Hofrat, nach Halle. Hier übernahm er zudem ab 1768 die Leitung der Universitätsbibliothek, verstarb jedoch sehr früh, so dass er nur wenige Jahre in Halle wirkte.

Klotz publizierte zahlreiche Schriften zu antiquarischen, aber auch numismatischen Fragen. Dabei war er bei den Zeitgenossen sehr umstritten: Herder und Lessing warfen ihm mangelnde Genauigkeit in der Forschung und fehlende Urteilskraft vor (vgl. ADB). Auch die Universitätsbibliothek scheint er nicht mit großer Sorgfalt geführt zu haben, denn ihm wurde vorgeworfen, er hätte sich am Bibliothekseigentum vergriffen (Scheschonk).

Organisationen:

Mitglied der Teutschen Gesellschaft Altdorf

1761 Mitglied der Lateinischen Gesellschaft Jena

1763 Mitglied der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften Erfurt

Quellen: ADB, Bd. 16, Leipzig 1882, S. 228-231; Erler, Georg: Die jüngere Matrikel der Universität Leipzig, Bd. 3 (1709-1809), Leipzig 1909, S. 201; Förster, S. 231f.; Köhler, Otto: Die Matrikel der Universität Jena, Bd. 3 (1723 bis 1764), Weimar 1992, S. 780; Scheschonk, Brigitte: Grundzüge und Hauptperioden der Geschichte der Universitätsbibliothek Halle in der Aufklärungsepoche. Von der Gründung (1696) bis zur Vereinigung der Universitäten Halle und Wittenberg (1817), in: Dietze, Joachim (Hg.): 275 Jahre Universitäts- und Landesbibliothek in Halle. Entwicklung und Leistung einer Bibliothek, Halle 1971, S. 12–60; UAHW Rep 3, Nr. 249 Ernennung der ordentlichen und außerordentlichen Professoren der Philosophischen Fakultät (1766-1798).

Autorin: JS

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