Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Wilhelm Knolle

geboren: 20. März 1900 Amsterdam
gestorben: nach 1956
Konfession: evangelisch-lutherisch
Vater: Kaufmann

Wilhelm Knolle

Das Abitur legte Knolle 1917 in den Niederlanden ab. 1918 leistete er Kriegsdienst in einem Pionierbataillon. Von 1919 bis 1926 studierte er Schiffsmaschinenbau und allgemeinen Maschinenbau in Delft, Hannover und Berlin-Charlottenburg. 1926 bestand er die Diplomhauptprüfung an der TH Hannover, 1929 promovierte er zum Dr.-Ing. Ab 1926 war er für die Firma Lanz in Mannheim tätig, seit den 30er Jahren leitete ihre Konstruktionsabteilung für Dreschmaschinen und Strohpressen. 1937 erhielt er einen Ruf auf das Ordinariat für Landwirtschaftliche Maschinen- und Gerätekunde an der Universität Halle. 1939 leistete er Kriegsdienst in einer Pioniereinheit, 1940 wurde er auf Betreiben des Reichskuratorius für Technik in der Landwirtschaft uk. gestellt, 1941 jedoch als Sonderführer wieder einberufen. Die Vorlesungstätigkeit und seine Forschungen zur Herstellung einer Maschine zur Erzeugung einkeimigen Rübensamens setzte er jedoch fort. 1945 wurde er von der Universität entlassen und kehrte nach Mannheim zurück. Von 1948 bis 1956 war er technischer Vorstand der Heinrich Lanz AG, zuständig für die Erweiterung und Aktualisierung des Produktionsprogrammes. Zugleich wirkte er als Vizepräsident von Lanz-Iberica und leitete die Errichtung eines Montagewerkes für Traktoren und Schlepper in Spanien. 1956 in den Ruhestand getreten, zog er nach Bad Dürkheim, ein Sterbedatum ist jedoch beim Standesamt Bad Dürkheim nicht registriert.

Organisationen: 1931 Eintritt in die NSDAP (Mitglied Nr. 838 750).

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 9064 (Knolle); UAHW, Rep. 6, Nr. 1407; Auskunft der Fa. John Deere, Mannheim.

Autor: HE

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