Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Martin Kochmann

geboren: 7. Februar 1878 Breslau
gestorben: 11. Septmeber 1936 Halle (Selbsttötung)
Konfession: evangelisch
Vater: Kaufmann

Martin Kochmann

Kochmann studierte nach der Reifeprüfung, die er 1896 in Breslau ablegte, Medizin in Berlin und Breslau. 1901/02 diente er als Einjährig-Freiwilliger. 1902 wurde er in Jena zum Dr. med. promoviert und erhielt eine Assistentenstelle am Pharmakologischen Institut der Universität. Von 1904 bis 1906 arbeitete er am Institut de Pharmacodynamie et de Therapie in Gent, von 1906 bis 1914 als Assistent an der Universität Greifswald. Dort habilitierte er sich 1907 für das Fach Pharmakologie und erhielt 1911 den Professorentitel. 1914 wurde Kochmann Oberassistent in Halle und wenig später als Stabsarzt zum Kriegsdienst eingezogen, den er als Arzt teils an der Front, teils in Feldlazaretten leistete (ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse). 1921 wurde er zum ordentlichen Professor und Direktor des Pharmakologischen Instituts Halle ernannt. 1935 in den Ruhestand versetzt, verhaftete ihn 1936 die Gestapo unter dem Verdacht der »Begünstigung staatsfeindlicher und hochverräterischer Bestrebungen«. Kochmann tötete sich in der Haft selbst.

Organisationen: -

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 6193 (Kochmann); UAHW, Rep. 6, Nr. 1406, Leopoldina-Archiv MM 3508.

Bild: Leopoldina-Archiv

Autor: HE

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