Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Ernst Kohlmeyer

geboren: 27. März 1882 Hänigsen (Hannover)
gestorben: 6. März 1959 Berchtesgaden
Konfession: evangelisch-lutherisch
Vater: Pastor

Ernst Kohlmeyer

Nach dem Abitur, das Kohlmeyer am Gymnasium Celle ablegte, studierte er von 1901 bis 1906 an den Universitäten Freiburg, Erlangen, Greifswald, Göttingen Theologie und Geisteswissenschaften. Von 1907 bis 1909 besuchte er das Predigerseminar Loccum, 1909/10 wirkte er als Pastor der hannoverschen Landeskirche. 1911 habilitierte sich Kohlmeyer für Kirchengeschichte an der Universität Göttingen, wo er auch als Privatdozent tätig war. Während des Ersten Weltkrieges war Kohlmeyer Marine-Feldgeistlicher, dabei stand er ein Jahr im Fronteinsatz und wurde mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. 1916 wurde er zum beamteten außerordentlichen Professor der Universität Kiel ernannt, 1920 wurde er dort ordentlicher Professor für Kirchengeschichte. 1926 folgte er einem Ruf nach Breslau, 1930 kam er nach Halle, wo er insbesondere zur Reformation forschte. 1932/33 war er Dekan der Theologischen Fakultät. 1933 engagierte sich Kohlmeyer für die Deutschen Christen, trat aber 1934 aus dieser Glaubensbewegung aus. 1935 nahm er einen Ruf nach Bonn an (im Austausch gegen Wolf). Während des Zweiten Weltkrieges war Kohlmeyer in Bonn Dekan und galt als Vertreter eines gemäßigten Kurses. Krankheitshalber wurde Kohlmeyer 1944 emeritiert, 1946 kehrte er für ein Semester an die Universität Bonn zurück. Seinen Lebensabend verbrachte Kohlmeyer in Berchtesgaden.

Organisationen: NSLB, später Aufnahme in die NSDAP.

Quellen: UAHW, Rep. 6, Nr. 1407; Höpfner.

Autor: HE

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