Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Horst Krahmer

geboren: 29. Januar 1876 Bielefeld
gestorben: 16. Februar 1916 Halle
Konfession: evangelisch
Vater: Bankdirektor

Horst Krahmer

Krahmer besuchte die Vorschule und die Latina der Franckeschen Stiftungen in Halle. Nach der Reifeprüfung (1895) studierte er Rechtswissenschaft in Halle und München. Das Referendariat absolvierte er an den Amtsgerichten in Lützen und Halle. 1900 promovierte er an der Universität Halle mit der Dissertation »Der Darlehensbegriff des Bürgerlichen Gesetzbuches« zum Dr. jur. Nach dem Vorbereitungsdienst war Krahmer von 1903 bis 1905 als Assessor an den Landgerichten in Halle und Torgau tätig. 1904 habilitierte er sich an der Universität Halle mit der Arbeit »Gegenseitige Verträge: Studien zur Systematik des Reichsrechts« für die Fächer römisches und bürgerliches Recht sowie allgemeine Rechtslehre. Geprägt durch Rudolf Stammler wandte sich Krahmer der historischen Rechtsphilosophie zu, unter anderem forschte er zu Christian Thomasius: anhand von Vorlesungsskripten und Mitschriften rekonstruierte Krahmer 1905 ein – fiktives – Kolleg bei dem berühmten Rechtslehrer. 1906 wurde er besoldeter Stadtrat in Halle und wurde von der Vorlesungstätigkeit beurlaubt. 1908 nahm er die Lehre wieder auf, ab 1909 wirkte er als, wie die Universitätschronik schreibt, »vielgesuchter« Rechtsanwalt, auch im Auftrag der Universität. 1912 bekam er das Prädikat Professor verliehen. Krahmer starb an einer Blinddarmentzündung.

Organisationen: Angehöriger der Freimaurerloge zu den 3 Degen.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 9358 (H. Krahmer); Chronik 1916/17, S. 15.

Autor: HE

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