Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Siegfried Krefft

geboren: 6. April 1916 Bobau/Westpreußen
gestorben: 16. Oktober 1981 Fürstenfeldbruck
Konfession: evangelisch
Vater: Angestellter

Siegfried Krefft

Da Kreffts Eltern, die nach dem Frieden von Versailles ihre Heimat verlassen mussten, verarmten, absolvierte Krefft nach dem Abitur zunächst eine kaufmännische Lehre. Ab 1939 studierte er Medizin in Berlin. 1941 zum Wehrdienst eingezogen, wurde er 1943 zur Fortsetzung des Studiums nach Leipzig, 1944 in eine Studentenkompanie nach Halle kommandiert. Er war als Hilfskraft im Institut für Gerichtliche und soziale Medizin bei Gerhard Schrader tätig und begann 1944 mit der Arbeit an einer Dissertation. Die Approbation erhielt er am 12. April 1945, promoviert wurde er am 8. April 1946 in Halle mit der Arbeit »Über die Genese der Halsmuskelblutungen beim Tod durch Erhängen«. 1948 bestand er das Amtsarztexamen in Berlin, 1950 habilitierte er sich an der Universität Leipzig mit einer Arbeit über morphologische, chemische und physikalische Untersuchungen an Leichenhaaren. 1954 wurde er Professor mit Lehrauftrag in Leipzig, 1956 dort Ordinarius und Direktor des Institutes für Gerichtliche Medizin und Kriminalistik. 1958 beurlaubt, wurde er nach Einsicht in seine Dissertation fristlos entlassen. Nach der Übersiedlung nach Westdeutschland trat er 1961 in die Bundeswehr als Oberstabsarzt ein. 1964 wurde er Leiter der Abteilung Flugunfallmedizin am Flugmedizinischen Institut der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck und 1976 in den Ruhestand versetzt. 1973 erhielt er das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Organisationen: 1930 HJ (Träger des goldenen HJ-Abzeichens), NSFK.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 9443 (Krefft); Mallach.

Autor: HE

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