Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Johann Gottlob Krüger

geboren:15. Juni 1715 Halle
gestorben:6. Oktober 1759 Braunschweig
Konfession:evangelisch
Vater:Johann Krüger, Uhrenmacher in Halle

Johann Gottlob Krüger

Krüger besuchte ab 1726 die Lateinschule des Waisenhauses. Im gleichen Jahr wurde er an der Universität Halle immatrikuliert - also bereits mit elf Jahren. Krügers Patenonkel war der große Mediziner Friedrich Hoffmann (1660-1742), möglicherweise war er für die frühe Immatrikulation Krügers verantwortlich. Häufig ließen Universitätsangehörige ihre Kinder oder Angehörigen sehr früh einschreiben, womit sie Mitglied des Corpus academicus wurden. Das hatte einige Vorteile: so war man vom Militärdient befreit und manche Steuern entfielen. Krüger jedenfalls verfügte wohl über eine große Begabung, so dass ihn Hoffmann in den folgenden Jahren förderte.

Ab Anfang der 1730er Jahre studierte er vor allem die Naturwissenschaften in Halle. Schon 1733 im Alter von 18 Jahren bot er als Privatdozent Vorlesungen an der Philosophischen Fakultät an. 1737 absolvierte er das Magisterexamen. Nach einer längeren Krankheit, die er in Schlesien auskurierte, publizierte Krüger weiterhin verschiedene Schriften, so auch eine „Naturlehre". 1742 wurde er zum Doktor der Medizin promoviert und schon im folgenden Jahr, am 5. August 1743, erhielt er den Ruf als außerordentlicher Professor an der Medizinischen Fakultät. Hier las er in erster Linie über naturwissenschaftliche Themen, wie etwa die Elektrizität. 1745 erlangte er das hallesche Bürgerrecht und heiratete die Tochter des preußischen Oberamtmanns Rühlmann.

Im April 1751 erhielt er den Ruf auf eine ordentliche Professur der Philosophie und Medizin in Helmstedt. Hier wirkte er bis zu seinem Tod.

Organisationen:

1744 Mitglied der halleschen Freimaurerloge „Zu den drei Schlüsseln".

1745 Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften und Künste Berlin

1745 Mitglied der Akademie der Wissenschaften Leopoldina

Quellen: ADB, Bd. 17, Leipzig 1883, S. 231; BBKL, Bd. 26, Hamm 2006, S. 806-812; Dreyhaupt, S. 654; Förster, S. 237; Kaiser/Krosch, Teil. IX., S. 376ff.; UAHW Rep. 3, Nr. 243 Ernennung der außerordentlichen und ordentlichen Professoren der Medizinischen Fakultät, Bd. 1 (1698-1743) u. Bd. 2 (1743-1795).

Autorin: JS

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