Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Fritz Kuhlmann

geboren: 23. Juni 1902 Dortmund
gestorben: nach 1983
Konfession: evangelisch
Vater: Bäckermeister

Fritz Kuhlmann

Als Schüler des Dortmunder Realgymnasiums nahm Kuhlmann als Kompanieführer einer Freiwilligenformation der Dortmunder Einwohnerwehr an den Kämpfen gegen die Rote Ruhrarmee teil. Nach dem Abitur studierte er von 1920 bis 1927 Medizin, finanziert durch Tätigkeit als Repetitor, Wald- und Fabrikarbeiter. Das Staatsexamen legte Kuhlmann 1927 ab, 1929 promovierte er an der Universität Bonn zum Dr. med. Danach war er Volontär- und Assistenzarzt in verschiedenen Krankenhäusern und Universitätskliniken, von 1933 bis 1935 arbeitete er als Röntgenologe bei der AOK in Berlin wo er einen Leitfaden zur Durchleuchtungstechnik der inneren Organe verfasste. Von 1935 bis 1937 war er Arzt an der Universitätsklinik Münster, dort habilitierte er sich 1936 mit einer Untersuchung über den Dünndarm. 1937 wurde er Assistent und Dozent an der Medizinischen Universitätsklinik in Halle, 1940 erhielt er eine Oberarztstelle an der Medizinischen Universitätsklinik Breslau, dort wurde er 1944 zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Hier war Kuhlmann an Versuchen über Hepatitis beteiligt, bei denen psychisch Kranke künstlich infiziert wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Kuhlmann Chefarzt des Evangelischen Krankenhauses Essen-Werden, bzw. Essen-Bredeney. Außerdem lehrte er als Professor für Innere Medizin und Röntgenologie an der Universität Münster.

Organisationen: 1934 Eintritt in die SS, 1937 Aufnahme in die NSDAP (Mitglied Nr. 4 444 803)

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 9643 (Kuhlmann); Auskunft über das Sterbedatum vom Standesamt Dortmund verweigert; Klee, Personenlexikon, S. 350.

Autor: HE

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