Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Walter Kupsch

geboren: 9. August 1901 Charlottenburg
gestorben: nach 1967
Konfession: evangelisch
Vater: Stadtobersekretär

Walter Kupsch

Die Reifeprüfung legte Kupsch 1923 an einer Oberrealschule in Berlin-Charlottenburg ab. Er studierte an der Landwirtschaftlichen Hochschule Berlin. 1925 bestand er die Diplomprüfung, 1926 promovierte er zum Dr. agr. an der Universität Berlin. Von 1926 bis 1928 arbeitete er in einer Reihe von Geflügelzuchtbetrieben in den USA und studierte dort an landwirtschaftlichen Instituten. 1929 wurde er Assistent am Tierzuchtinstitut der Landwirtschaftlichen Hochschule Hohenheim. Von 1930 bis 1935 leitete Kupsch die Redaktion der Deutschen Landwirtschaftlichen Geflügelzeitung, zugleich war er Berater von Zucht- und Gartenbetrieben. 1935 organisierte er den 6. Weltgeflügelkongress in Berlin (angestellt im Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft). Später war er Abteilungsleiter in der Reichsstelle für Tiere und tierische Erzeugnisse und zugleich Schriftleiter der Zeitschrift »Der Kleintierhof«. Außerdem arbeitete er als Reichsfachberater für Kleintierzucht und als ehrenamtlicher Reichsschulungsleiter für Kleintierzucht beim Reichsverband deutscher Kleingärtner (später Deutscher Siedlerbund). 1938 habilitierte er sich für das Fach Kleintierzucht an der Universität Berlin, das Wissenschaftsministerium wies ihn 1939 der Universität Halle als Dozent zu. 1941 wurde Kupsch Direktor der böhmisch-mährischen Ein- und Ausfuhrstelle beim Reichsprotektor in Prag. 1945 entließ ihn die Universität Halle in Abwesenheit. Eine Anstellung an einer Hochschule fand Kupsch nicht, veröffentlichte jedoch bei einem Verlag in Stuttgart einen sehr erfolgreichen Leitfaden für die Geflügelzucht. Beim Standesamt Berlin-Charlottenburg befindet sich kein Hinweis auf Sterbedatum oder Sterbeort.

Organisationen: Eintritt in die NSDAP am 1. August 1932 (Mitglied Nr. 1 257 022), NSV.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 9739 (Kupsch).

Autor: HE

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