Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Richard Lang

geboren: 27. September 1882 Esslingen
gestorben: 18. April 1935 München
Konfession: evangelisch
Vater: Fabrikant

Richard Lang

1901 erhielt Lang das Reifezeugnis des Gymnasiums Esslingen. 1901/02 absolvierte er eine Lehre zum Kaufmann in Köln. 1902 begann er an der Universität Leipzig ein Studium der Betriebswirtschaft, Chemie und Physik, da diese Kenntnisse in der väterlichen Fabrik gefragt waren. Er absolvierte Laborpraktika bei Wislicenus und Ostwald, folgerichtig konzentrierte er sich auf die physikalische Chemie. 1903/04 leiste er Militärdienst in Württemberg, 1904 trat er in die väterliche Fabrik ein. Doch schon 1905 begann er, Geologie und Mineralogie an der Technischen Hochschule Stuttgart zu studieren. 1908 wechselte er an die Universität Tübingen und arbeitete dort im geologisch-mineralogischen Institut der Universität, bis 1913 als persönlicher Assistent des Ordinarius. 1910 promovierte er mit einer Arbeit über den mittleren Keuper im südlichen Württemberg und erhielt noch im selben Jahr einen Lehrauftrag für Bodenkunde. Ebenfalls 1910 habilitierte er sich für Mineralogie, Petrographie und Bodenkunde. 1912 wurde die Venia legendi auf das Fach Geologie erweitert. 1912/13 vertrat er den Lehrstuhl seines Mentors. 1913/14 nahm Lang an einer Expedition nach Sumatra, Java und die Molukken teil. Die Rückreise erfolgte über China und Sibirien. 1914 zum Kriegsdienst eingezogen, verletzte sich Lang bei einem Sturz mit dem Pferd schwer. Nach der Genesung tat ab er ab 1915 Dienst bei der neugeschaffenen Luftwaffe in Rottweil und war später Zugführer an der Westfront. Im November 1917 wurde Lang auf Befehl der Obersten Heeresleitung mit der Leitung eines Armeegeologenzuges betraut und zum außerordentlichen Professor ernannt. Von März 1918 bis zum Rückzug war er Leiter einer Frontgeologenstelle im Sommegebiet. 1919 berief ihn die Universität Halle als außerordentlichen Professor, 1927 erhielt er an der Universität München ein Ordinariat für Forstliche Bodenkunde und Standortlehre.

Quelle: UAHW, Rep. 21, Abt. III Nr. 149; Böhm, München, S. 611.

Autor: HE

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