Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Gustav Lastig

geboren: 6. Dezember 1844 Neuteich (Westpreußen)
gestorben: 21. Dezember 1930 Halle
Konfession: evangelisch
Vater: Arzt

Gustav Lastig

Lastig besuchte Gymnasien in Elbing und Danzig, wo er 1863 die Abiturprüfung ablegte. Er studierte an den Universitäten Königsberg, Leipzig und Halle Rechtswissenschaften. 1870 promovierte er an der Universität Halle mit der rechtsgeschichtlichen Dissertation »De comanda et collegantia«. Am Krieg gegen Frankreich nahm er 1870/71 als Freiwilliger im Magdeburger Infanterieregiment Nr. X teil und wurde als Unteroffizier entlassen. Noch 1871 habilitierte er sich an der Universität Halle mit einer Arbeit über stille Gesellschaften, die Handelsocietäten im ausgehenden Mittelalter. Seine Antrittsvorlesung hielt Lastig über die »Vehmgerichte«. Zum außerordentlicher Professor für Rechtsgeschichte wurde er 1873 ernannt. Ordentlicher Professor wurde er 1878. Vor allem anerkannt wegen seiner substanziellen Beiträge zur Geschichte des Handelsrechts (»Entwicklungswege und Quellen des Handelsrechts«, 1877) bot Lastig auch erfolgreich Kollegien zum Sachsenspiegel an. 1911 wurde Lastig auf eigenen Wunsch von der Lehrtätigkeit entbunden und mit dem Kronen-Ordens III. Klasse sowie 1912 mit dem Roten Adler-Orden III. Klasse geehrt.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 9901 (Lastig); Dissertation; Habilitationsschrift; Jelowik, Sachsenspiegel.

Autor: HE

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