Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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August Lemp

geboren: 7. August 1894 Kalkofen (Pfalz)
gestorben: 17. August 1960 Halle
Konfession: nicht ermittelt
Vater: nicht ermittelt

August Lemp

Nach dem Besuch der Schule absolvierte Lemp eine Maschinenschlosserlehre. Von 1914 bis 1918 leistete er Kriegsdienst als Unteroffizier und wurde mehrfach dekoriert. Nach dem Krieg arbeitete er als Monteur, von 1923 bis 1931 war er Schlosser in den Leuna-Werken, von 1931 bis 1933 arbeitslos. 1934 fand er eine Anstellung als Heizer im Tierzuchtinstitut und wurde zum Institutsgehilfen befördert. Er wurde 1942 verbeamtet. 1945 entlassen, wurde er wegen »Unentbehrlichkeit« wieder eingestellt. 1946 stufte ihn die Universität zum Hofarbeiter herab, wenig später wurde er zum Hausmeister befördert. Am 12. Februar 1954 wurde er verhaftet und zu einer Strafe von 1 1/2 Jahren auf Grund der Kontrollratsdirektive 38 verurteilt. 1955 wegen guter Arbeitsleistung vorfristig entlassen, stellte ihn das Tierzuchtinstitut als Landarbeiter wieder ein. 1956 wurde er Heizer, später betreute er die Skelettsammlung.

Organisationen: 1908 bis 1914 und 1919 bis 1933 Metallarbeiterverband. Im März 1932 Eintritt in die NSDAP (Mitglied 975 321), 1936 bis 1944 Blockleiter, 1944/45 vertretungsweise Leitung der NSDAP-Ortsgruppe Halle-Steintor, 1933 bis 1936 SA, 1933 bis 1945 DAF. 1945 FDGB, SPD, überführt in die SED, 1947 bis 1954 Parteiorganisator, 1950 bis 1954 DSF.

Quelle: UAHW, Rep. 11, PA 10016 (Lemp).

Autor: HE

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