Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Bild für rechte Spalte: Reitersiegel-Binärcode

Edmund Oskar Ritter von Lippmann

geboren: 9. Januar 1857 Wien
gestorben: 24. September 1940 Halle
Konfession: evangelisch, bis 1882 mosaisch
Vater: Fabrikbesitzer

Edmund Oskar Ritter von Lippmann

Nach dem Besuch von Schulen in Wien studierte von Lippmann Chemie an der ETH Zürich. Von 1874 bis 1877 arbeitete er in der väterlichen Zuckerfabrik. 1878 promovierte er an der Universität Heidelberg bei Robert Bunsen und entwickelte als Mitarbeiter der Braunschweiger Maschinenbauanstalt das so genannte »Steffenverfahren« zur Entzuckerung von Melasse. 1881 übernahm er die Direktion einer Duisburger Zuckerraffinerie, ab 1884 leitete er einen Betrieb in Rositz bei Altenburg und stand von 1889 bis 1926 in Halle einer der größten deutschen Zuckerfabriken vor. 1901 erhielt von Lippmann den Professorentitel. 1926 zum Honorarprofessor der Universität Halle ernannt, lehrte er ohne Vergütung an der Universität Halle bis 1933 Geschichte der Chemie. Als 1933 die Fragebögen zur Feststellung jüdischer Vorfahren ausgegeben wurden, trat er von dem Lehrauftrag zurück, füllte den Fragebogen später aber doch aus. 1935 wurde von Lippmann die Lehrbefugnis entzogen.

Organisationen: 1917/18 Hallescher Verband für die Erforschung der mitteldeutschen Bodenschätze und ihrer Verwertung.

Autobiographie: Guntwin Bruhns (Hrsg.), Aus den Lebenserinnerungen von E. O. von Lippmann. In: Zuckerindustrie 107. bis 119. Jg., 1982–1994.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 10183 (von Lippmann); UAHW, Rep. 6, Nr. 1407; Autobiographie; Leopoldina-Archiv MM 3105 (I+II); DBE Bd. 6, S. 419.

Bild: Leopoldina-Archiv

Autor: HE

Zum Seitenanfang