Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Theodor Lüddecke

geboren: 17. November 1900 Gnadau
gestorben: nicht ermittelt
Konfession: nicht ermittelt
Vater: nicht ermittelt

Theodor Lüddecke

Nach dem Besuch des Realgymnasiums in Schönebeck erhielt Lüddecke 1918 eine militärische Ausbildung. 1919 demobilisiert, trat er in das Freicorps Oberland ein und nahm an den Kämpfen am Annaberg teil (ausgezeichnet mit dem Schlesischen Adler). Er studierte vor allem Staats- und Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten Halle, Berlin, Innsbruck und wieder Halle, 1922 promovierte er zum Dr. rer. pol. Ab 1923 reiste er durch die USA und Mexiko, hier arbeitete er als Bergmann, Sprengtechniker in Silberminen, Zeitungsredakteur und war in der Propagandaabteilung einer Bank angestellt. 1928 wurde er Assistent am Institut für Zeitungswesen an der Universität Halle und 1934 mit der Leitung des Instituts beauftragt. 1939 eingezogen, war er während des Zweiten Weltkrieges als Chefredakteur der ukrainischen Propagandazeitung »Ukrainska Semlja« tätig. 1945 wurde er in Abwesenheit von der Universität entlassen.

Organisationen: NSDAP (Mitglied Nr. 233 183), ab 1930 Wahlredner, ab 1933 Schulungswart in SA-Führerschulen, ab 1934 Kreisredner der NSDAP und Redner der DAF.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 10318 (Lüddecke); UAHW, Rep. 6, Nr. 1407.

Autor: HE

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