Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Otto Luedecke

geboren: 8. Juni 1851 Teutschenthal bei Halle
gestorben: 6. September 1910 Friedrichroda (Thüringer Wald)
Konfession: evangelisch
Vater: Landwirt

Otto Luedecke

Luedecke besuchte die Bürgerschule und Realschule in Halle, dann die Latina der Franckeschen Stiftungen. An der Universität Halle, und für ein Semester an der Universität Strassburg, studierte er Geologie, Botanik, Chemie, Philosophie und Nationalökonomie. 1876 promovierte er in Halle mit der Dissertation »Der Glaukophan und die Glaukophan führenden Gesteine der Insel Syra« zum Dr. phil. Danach trat er eine Assistentenstelle im geologischen Institut als Verwalter der Sammlungen an. 1878 habilitierte sich Luedecke mit der Schrift »Kristallographische Beobachtungen«für die Fächer Mineralogie und Geologie. Seine Antrittsvorlesung hielt er über das Thema »Über die Eiszeit in Norddeutschland«. 1884 wurde er zum besoldeten außerordentlichen Professor ernannt. Luedecke veröffentlichte zahlreiche Studien zur Mineralogie, als Geologe untersuchte er vor allem die mitteldeutschen Gebirge, speziell den Harz. An der Universität lehrte er neben seinem eigentlichen Fachgebiet auch technische Geologie für Landwirte. Das Mitglied der Akademie Leopoldina starb während eines Kuraufenthaltes an einem Herzschlag.

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 10323 (Luedecke); Leopoldina-Archiv MM 3118 (Luedecke); Dissertation; Habilitationsschrift.

Autor: HE

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