Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Heinrich Lüthge

geboren: 9. November 1899 Hannover
gestorben: nicht ermittelt
Konfession: evangelisch
Vater: Beamter (Obertelegraphensekretär)

Heinrich Lüthge

Nach der Reifeprüfung (1917 in Hannover) arbeitete Lüthge in der Landwirtschaft. 1918 trat er als Fahnenjunker in ein Füsilierregiment ein. Im September 1918 an die Front kommandiert, wurde er zweimal leicht verwundet und mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. 1919 demobilisiert, trat er in ein Zeitfreiwilligenregiment ein und nahm am Kampf gegen den kommunistischen Aufstand im Ruhrgebiet teil. Von 1920 bis 1923 studierte Lüthge Landwirtschaft an der Universität Göttingen und der Hochschule für Bodenkultur in Wien. 1922 bestand er die Diplomprüfung, 1923 die Tierzuchtbeamtenprüfung. Im selben Jahr promovierte er an der Universität Göttingen zum Dr. phil. Von 1923 bis 1933 war er Assistent, später Oberassistent am Institut für Tierzucht an der Universität Halle, 1929 habilitierte er sich für die Fächer Tierzucht und Fütterungslehre. Im Oktober 1933 wurde er als Sachbearbeiter für Landestierzucht in das Landwirtschaftsministerium berufen. Hier war er Mitautor des Reichstierzuchtgesetzes und seiner Verordnungen und wurde zum Oberregierungsrat und Landesökonomierat ernannt. Die Vorlesungstätigkeit in Halle setzte er sporadisch fort, 1942 trat er zur Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Berlin über.

Organisationen: 1924 bis 1933 Stahlhelm, 1933 Eintritt in die SS (Mitglied Nr. 122 208), Mitarbeiter des Rasse- und Siedlungshauptamtes, stellvertretender Hauptschulungsleiter der SS-Abschnitte 3 und 23, NSDAP (Mitglied Nr. 1 776 596).

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 10339 (Lüthge); UAHW, Rep. 6, Nr. 1407; Auskunft über den Sterbetag vom Standesamt Hannover verweigert.

Bild: UAHW

Autor: HE

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