Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Wilhelm Maier

geboren: 3. Oktober 1913 Villingen (Baden)
gestorben: 25. April 1964 Monterosso, Provinz Spezia (Italien)
Konfession: evangelisch
Vater: Reichsbahnoberinspektor

Wilhelm Maier

Die Reifeprüfung legte Maier 1932 in Villingen ab. Von 1932 bis 1936 studierte er Naturwissenschaften, vor allem Physik an der Universität Freiburg, 1934 unterbrochen durch freiwilligen Arbeitsdienst. 1936/37 war er Hilfsassistent am physikalischen Institut der Universität Freiburg. Er folgte seinem Lehrer Wilhelm Kast und wurde 1937 außerplanmäßiger Assistent am Institut für experimentelle Physik der Universität Halle. 1938 promovierte er hier zum Dr. rer. nat. In der Folgezeit bearbeitete Maier zahlreiche Wehrmachtsaufträge, 1943 habilitierte er sich mit einer Arbeit über kristalline Flüssigkeiten und wurde 1944 zum Dozenten ernannt. 1945 wurde er mit Kast im so genannten »Abderhaldentransport« in die Amerikanische Besatzungszone deportiert und in Abwesenheit von der Universität Halle entlassen. 1946 entnazifiziert, kehrte er 1946 nach Freiburg zurück. Hier wurde er Dozent, 1952 außerordentlicher Professor und 1962 ordentlicher Professor für Physik.

Organisationen: Im August 1933 Eintritt in die SA, Scharführer. Aufnahme in die NSDAP am 1. Mai 1937 (Mitglied Nr. 4 141 562).

Quellen: UAHW, Rep. 11, PA 10432 (Maier); UAHW, Rep. 6, Nr. 1407; Auskunft Standesamt Villingen-Schwenningen.

Autor: HE

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