Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Felix Marchand

geboren: 22. Oktober 1846 Halle
gestorben: 4. Februar 1928 Leipzig
Konfession: evangelisch-reformiert
Vater: Universitätsprofessor

Felix Marchand

Marchand besuchte die Elementarschule des Waisenhauses der Franckeschen Stiftungen und das Pädagogium in Halle, ab 1854 das Französische Gymnasium zu Berlin. Er trat ins Heer ein und immatrikulierte sich an der an der militärärztlichen Ausbildungsstätte der Charité in Berlin. 1869 wurde Marchand zum Unterarzt ernannt, 1870 promovierte er an der Universität Berlin mit der Dissertation »Über die Ätiologie der Malariakrankheiten« zum Dr. med. Von 1870 bis 1876 war er als Militärarzt, zunächst im Frankreichfeldzug, danach an der Garnision Berlin eingesetzt. 1876 trat Marchand eine Assistentenstelle am pathologischen Institut der Universität Halle an. Er habilitierte sich 1879 mit der Schrift »Beiträge zur Kenntnis der Ovarientumoren« und wechselte wenig später als Privatdozent und Assistent an die Universität Breslau. 1881 wurde Marchand als Professor der pathologischen Anatomie und allgemeinen Pathologie an die Universität Gießen berufen. 1883 nahm er den Ruf an die Universität Marburg an und wechselte 1900 nach Leipzig. Marchand veröffentlichte zahlreiche Arbeiten in Virchows Archiv und im Archiv für experimentelle Pathologie, etwa über Vergiftungen durch chlorsaure Salze und die Einheilung von Fremdkörpern sowie zur Funktion der Nebennieren. Darüber hinaus forschte er anhand von Mikrocephaliden zur Anatomie des Schädels und versuchte die Herausbildung des Gehirnbalkens nachzuvollziehen.

Quellen: Leopoldina-Archiv MM 2370 (Marchand); Pagel, Sp. 1091 f.

Autor: HE

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